Liquid Crystal´s Farbmauszucht - Rassefarbmauszucht.de

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Die Farbmaus beim Hobbyzüchter


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Vorwort

Natürlich beschreibt der Text hier nicht alle Personen, aber leider die meisten
die ich in den letzten Jahren kennenlernen durfte.

Nicht alle meine Züchterfreunde sind auch in einem Zuchtverein, also nicht jeder
Züchter außerhalb eines Vereins ist gleich schlecht. Nur kann man dies eben kaum vorher wissen wenn
man niemanden kennt der die Vorgehensweise genauer kennt.

Deswegen am besten vorher Leute fragen die sich viele Jahre in der Szene bewegen, sie kennen jeden oder
können aufgrund der Erfahrung beurteilen was sie sehen.

Die meisten Hobbyzüchter kaufen sich irgendwo ein paar Tiere, geben diesen ein paar erfundene Namen und
verkaufen einfach den Nachwuchs den sie so vermehren, das hat mit Zucht nichts zu tun.



Der Hobbyzüchter und die Farbmaus

Hier mal ein paar Vermutungen meinerseits und wie auch ich angefangen habe.

Ein jeder Hobbyzüchter hat seine Gründe, warum er die Farbmauszucht betreibt.
Oft hat man vll. ein schwangeres Tier bekommen und will danach auch weiterhin die Tiere vermehren.
Oft hat man einfach Freude an den Würfen, den Jungtieren und da es auch immer Käufer für diese
"süßen" Tiere gibt, ist es ja auch nicht verkehrt die Tiere zu vermehren, wenn die Nachfrage schon da ist.

Die große Ahnung ist nicht wirklich vorhanden, da man sich damit auch noch nicht so lange auseinander gesetzt hat.
Oft kann man als Käufer schon froh sein, wenn die Hobbyzüchter die Geschlechter der Tiere problemlos auseinander halten können.

Viele Hobbyzüchter vermehren planlos Qualzuchten und geben die Information weiter "bei meinen Tieren ist alles normal".
Dieses können Sie aufgrund der wenigen Tiere die sie bisher besaßen oder der kurzen Zeit, die sie züchten jedoch garnicht abschätzen.

Sie reden für sich selbst diese Qualzucht schön, obwohl sie wissen, dass man diese Tiere nicht züchten sollte.

Aus Liebe zum Tier und aus Verantwortung gegenüber dem Tier, sollte man diese Tiere aber sofort aus der Zucht nehmen.
Ich persönlich habe nichts dagegen, wenn man die Tiere dann liebevoll bis ans Lebensende bei sich wohnen lässt.
Aber eine Zucht sollte nur mit absolut gesunden und ausgewählten Tieren vollzogen werden.
Solche Tiere sollten auch auf garkeinen Fall herausgegeben werden, da sich sonst der nächste Hobbyzüchter
einbildet, er müsse dieses "süße" Tier vermehren und der Kreislauf beginnt von vorn.

Da kommt dann schon das nächste Thema.. Hobbyzüchter haben kaum die Möglichkeit an einwandfreie Farbmäuse zu kommen.
Es wird dann oft begonnen Tiere zu nehmen, die aus dem Zooladen, von Börsen oder anderen unbekannten Quellen kommen.

Die versteckten Erbkrankheiten werden dann gleich mit in die Zucht gezogen und kommen dann oft erst nach 2-3 Jahren zum Vorschein.
Nur dass das Problem ist, dass die meisten Hobbyzüchter überhaupt nicht so lange durchhalten und schon vorher keine Lust mehr
auf die Farbmauszucht haben.

Dazu zähle ich alle Farbmäuse ohne Stammbaum die aus einer Zucht kommen!
Man kann nicht nachvollziehen welche Vorfahren vll. an welcher Krankheit gestorben sind, oder wann
dann vll. der erste Tumor auftrat! Die meisten Erbkrankheiten treten erst im hohen Alter auf, nicht bei einer jungen Maus.

Das heißt, züchtet der Hobbyzüchter schön seine Mäuse, verkauft diese auch fast alle (es werden nur selten Mäuse aus den Würfen behalten),
dann hat der Käufer das Tier längst zu Hause. Bekommt dann das Vater- oder Muttertier im Alter beim Züchter eine dieser
Krankheiten ist das Jungtier längst geboren und ausgezogen und bekommt diese Krankheit beim zukünftigen Besitzer vielleicht ebenso.

Das andere Problem besteht darin, dass wenn alle Jungtiere ständig verkauft werden, man überhaupt keine Kontrolle darüber hat,
was mit den Tieren im Alter passiert - nur selten meldet sich einer der vielen Käufer und berichtet was das Tier vll. an Krankheiten hat.
Dies ist aber wichtig! Ich behalte aus diesem Grund fast alle Würfe vollständig und gebe wenn dann nur Tiere heraus, die für keinen
Züchter sinnvoll zur Zucht einzusetzen wären (zb Farbfehler die sich aktiv vererben würden). Das stellt dann kein Problem für
den zukünftigen Besitzer dar! Ich lege auch viel Wert auf Rücksprachen im Krankheitsfall, damit ich die Verwandten beobachten kann.

Hobbyzüchter stellen im Idealfall eine bessere Möglichkeit dar, als ein Zooladen oder eine Börse.
Im schlechtesten Fall ist es aber damit gleich zu stellen!
Wenn Sie wissen wollen, ob Sie einem Hobbyzüchter vertrauen können, nehmen Sie mit mir Kontakt auf.

Es gibt keine kontrollierende Instanz (oder die Anfänger kontrollieren sich gegenseitig, auch nicht gut),
das Wissen ist frei angelesen und muss nicht unbedingt richtig sein.
Es wird oft keinerlei Wert auf Kontakt mit Züchtern geleget, die erfahrener sind und schon seit vielen Jahren züchten.
Ein Informationsaustausch findet kaum statt, da die meisten meinen, Sie würden bereits alles richtig machen.


Abschließend

Der Kauf beim Hobbyzüchter ist mit Vorsicht zu genießen, da oft vieles schön geredet wird.
Die Zuchtbedingungen können gut sein, müssen es aber nicht.
Ein Hobbyzüchter stellt oft alles in den Vordergrund was er "toll" macht, dabei stellt dies
lediglich das Grundlegende dar, was jeder Züchter beachten sollte.


Hier ein paar Punkte auf die man beim Hobbyzüchter achten muss:

- Geschlechter sind immer getrennt (außer während der Verpaarung)
- Käfige sind sauber und gut strukturiert
- Es werden keine unkastrierten Männchen abgegeben
- Es werden keine Qualzuchten gezüchtet oder gar verkauft
- Es werden keine Schecken gezüchtet
- die Tiere verhalten sich ruhig und machen keinen gestressten Eindruck
- Nur ein Wurf pro Käfig
- Weibchen werden nicht dauerhaft belegt
- der Internetauftritt ist sauber und nicht kunterbunt mit 1000 Rechtschreibfehlern
- Tiere mit glattem kurzen Fell


Warnungen vor folgenden Maschen:

Es gibt leider auch Hobbyzüchter, die sich mit fremden Federn schmücken, oder
vorgeben etwas zu sein, was sie überhaupt nicht sind.
Bei folgenden Punkten, sollten ihnen die Warnlampen angehen!

Tiere die als Rassetiere, reinrassig oder Ähnliches angeboten werden.
Es ist ein gutes Verkaufsargument und liest sich toll wenn dort solche Wörter genannt
werden. Es sollte jedoch auch der Wahrheit entsprechen! (weiteres unter dem Punkt Rassetiere).

Bilder mit bunt gescheckten Eltern + Jungtieren

Texte und Fotos von langhaarigen oder gelockten Tieren.
Es gibt Menschen die diese Tiere als "süß" beschreiben und dies vordergründig anführen.

Fotos von Tieren die keinen gesunden Eindruck machen.
(Struppiges Fell, kahle Stellen, verklebte Augen, Wunden).

Auch Tiere die keine Rassetiere sind müssen einen einwandfreien Eindruck entstehen lassen!
Bilder von meinen damaligen gewöhnlichen Farbmäusen finden Sie unter dem Punkt Liebhabertiere.

Als ich meine Zucht 2005 enstehen ließ fing auch ich mit gewöhnlichen Farbmäusen an.
Die Fotos stammen aus dieser Zeit. Niemand ist perfekt, ich musste viele Fehler durchlaufen bis ich dort
angekommen bin wo ich heute stehe. Und auch heute sind Fehler immer noch möglich, wenn auch einiges
aufgrund der Erfahrung ausgeschlossen werden kann.

Ich habe mich für die Zucht im Verein entschlossen weil ich dort die Leute treffen konnte, die sich für das
gleiche Hobby interessieren, das nötige Hintergrundwissen an mich vermitteln konnten und ich es somit
als Fortschritt und Bereichung für mich und meine Tiere ansah.

Die Zucht von Qualzuchten ist im Verein vollständig untersagt weil diese Tiere gegenüber Anderen
benachteiligt sind. Jeder Mensch der genügend Weitsinn besitzt, wird dies aber auch von sich aus nicht tun.
Da bedarf es keinem Verbotes.

Eine Tierzucht bringt viel Verantwortung mit sich, man sollte seine Stellung nicht ausnutzen und den Tieren damit Schaden absichtlich zufügen.

 

Neue Verkaufsmaschen - Bio Mäuse und Phantasie Vereine

Auch Mäuseverkäufer sind oft sehr kreativ was die Verkaufsstrategie ihrer Tiere angeht.
Leider kann man davon ausgehen, dass es sich um einen ganz normalen Hobbyzüchter oder Vermehrer handelt,
der einfach sein Geschäft besser ankurbeln will.

Neue Vereine oder Vereinigungen sprießen aus dem Boden wie Frühlingsblumen.
Nur sind es keine wirklichen Vereine, denn eingetragen ist keiner davon.
Dies sieht man gut anhand der fehlenden Daten zur Eintragung!
Solche Projekte gehen dann ein paar Wochen, Monate oder vielleicht auch ein Jahr.
Spätestens wenn es eigentlich in die interessante Phase einer Zucht geht wird diese dann meist aufgegeben.

Statt der tollen Aufmachung oder bunten Bildern die Aufmerksamkeit zu schenken sollte man das Ganze doch auch etwas
genauer betrachten. Oft sind die Vorsätze und Regeln doch einfach irgendwo halbherzig zusammenkopiert und
werden in keinster Weise umgesetzt. Die Vereine sind weder eingetragen noch stehen dahinter vertrauenserweckende Personen.
Leider sind es meist sogar Leute die schon ihren Ruf weg haben und sich so eine eigene Plattform schaffen wollen um
ihre Tiere doch noch an den Mann zu kriegen. Der potentielle Mäusekäufer kennt schließlich die Scene nicht und
kann mit den tollen Vorsätzen dann so geworben werden.

Man kann sagen, dass es keine unbekannten Züchter im Internet gibt. Weder Vereinszüchter noch Züchter die keinem Verein angehören.
Das heißt, liest man in diversen Foren ein bischen nach, oder gibt den Zuchtnamen in Google ein kann man sich
ein schönes Bild davon machen, wen man vor sich hat und was er so wie macht.

Achtet man auf ein paar Dinge kann man schnell sehen mit was für einer Art Züchter es man zu tun hat.
Ganz unabhängig davon was man sonst so auf seiner Homepage lesen kann.

Ein paar Fragen die ich empfehlen würde zu stellen wenn man sich für Tiere eines Züchters entscheidet,
denn diese kann jeder beantworten:

- Wie lange besteht die Zucht (Mäusehaltung und Zucht ist nicht das selbe!)
- Welche Farben werden gezüchtet (Wer alles wild mischt ist wohl kaum seriös)
- Woher stammen die Zuchttiere (Fast alles nur Fremdzuchten, oder eigener Zuchtstamm?)
- Sehen die Tiere einwandfrei aus (Glattes Fell, klare offene Augen usw..)
- Mindestzuchtgewicht/Alter (wird mit zu jungen oder leichten Tieren gezüchtet?)
-

Warum diese Fragen? Hier mal ein paar Anregungen dazu die für einen Käufer vielleicht
wichtig sein könnten:

Züchter die noch nicht lange züchten sind nicht in der Lage abzuschätzen wie gesund ihr Stamm ist,
sie wissen nichts über eventuelle Krankheiten die in den Tieren stecken könnten.
Menschen mit 20 Jahren werden normalerweise noch nicht krank, aber wie sieht es ab 60 aus?
Ebenso bei der Maus, eine jung Maus ist oft gesund, ein Käufer will aber ein Tier welches gesund alt wird.
Da eine Maus durchaus 1,5 - 2 Jahre alt wird (selten auch älter) kann man frisch angefangen als Züchter
garnicht wissen ob die eigenen Tiere bis ins Alter fit sind!
Nach 2 Jahren kann man sagen, dass dieses oder jenes Zuchttier gesund war bis ins Alter,
vorrausgesetzt man betreibt ordentliche Buchhaltung und weiß auch noch wer mit wem verwandt ist.

Leider verkaufen Hobbyzüchter fast ihre kompletten Würfe sofort nach absetzen bei der Mutter.
Es wird recht wenig behalten und so sieht man auch nicht wer wann krank wird, da nur einzelne Tiere
dabehalten werden die aufgrund ihrer Farbe oder Größe frühzeitig schon selektiert wurden.

Es ist also eher Roulette wenn man dort eine Maus kauft. Augenscheinlich gesund hat nichts
mit einem gesunden Stamm zu tun. Auch im Zooladen hat man die selbe Wahrscheinlichkeit
ein gesundes Tier zu bekommen...

Ich zb behalte komplette Würfe und beobachte diese über lange Zeiträume.
Farblich unpassende Tiere werden abgegeben, wenn genug Alternativen vorhanden sind.
Zb ich habe einen Wurf mit 8 Blauen Tieren und 2 schwarzen, so können die schwarzen ausziehen oder
sind direkt Beitiere / Liebhabertiere zu den Zuchttieren.
Die Blauen werden dann nach 6-8 Monaten miteinander verglichen und der beste oder die besten
kommen in die Zucht, die anderen sind dann einfach Ammen und helfen den Zuchttieren bei der Aufzucht der Jungtiere.
Ich kann so aber weiterhin sehen wenn zb eines der Tiere einen Tumor bekommt und das für diesen Wurf / Linie markieren!
Tiere aus Linien die zb Tumore vor 1,5 Jahren bekommen werden von mir niemals abgegeben.
Diese konsequente Weise finde ich wichtig.
Hätte ich aber zb alle verkauft, nur eine Blaue behalten die wäre gesund bei mir und alle Geschwister in Ihren
zich neuen Zuhausen wären frühzeitig an Tumoren erkrankt würde ich nie wissen ob meine Linie gesund ist!
Ich würde mit angeblich gesunden Tieren züchten und die abgegebenen werden dann in ihrem neuen Zuhause krank.
Das finde ich unverantwortlich.

Sieht man dann noch das quasi alle Tiere aus fremden Zuchten zusammengekauft sind,
teilweise auch ohne Stammbaum (alle Züchter in den Niederlanden zb haben keine Stammbäume!).
So ist es quasi reines Glücksspiel ob die Nachkommen gesund sind, da man keinerlei weitergreifende Information hat.

Ich persönlich gebe Tiere aus Würfen bei denen ich über die Eltern wenig weiß überhaupt nicht ab!
Frühestens nach 2-3 Generationen da ich dann nach 1,5 Jahren schon weiß ob die Tiere gesund alt werden,
oder aber früh Krankheiten erleiden.

Diese Weitsicht kann man bei einem Hobbyzüchter leider kaum erwarten.
Ich würde es mir wünschen, aber so Ernsthaft wird das Hobby nicht betrieben.
Da es meist eh nur 1 bis 2 Jahre betrieben wird.

Vielleicht hilft es ja ein bischen beim Nachdenken ;)

Kritik an meinen Texten gern an mich!

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Die Texte hier sind frei von mir verfasst und haben mit der Öffentlichkeitsarbeit des DMRM nichts zu tun.
Es ist alles meine eigene Meinung! Genau so sehe ich alles und genau so will ich es anderen Tierliebhabern vermitteln.
Wer einen Fehler findet kann ihn mir bitte melden damit ich ihn ausbessere.
Tipps oder Anregungen nehme ich auch gern entgegen und erweitere die Seite um diese!

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