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Wissenswertes
Sie können mich jederzeit bei allen Fragen kontaktieren! Ich unterhalte mich gern mit Menschen die
an der Farbmaus und deren ordentlichen Haltung und Pflege interessiert sind.
Für weitere Fragen empfehle ich außerdem unsere beiden Foren:
DMRM Vereinsforum und Rassefarbmausforum
Ich bin dort unter dem Namen Blausucht vertreten.
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Hier wird noch ordentlich ausgebaut, hier geschriebene Texte entstammen
meiner Erfahrung, wer Anmerkungen hat kann gerne mailen.
1. Verhalten in der Gruppe
1.1 Futter teilen
Farbmäuse bekommen neben ihrem regulären Hauptfutter natürlich auch
Leckerlis in Form von z.B. Joghurt Drops, Sonnenblumenkernen, Erdnusskernen, Kürbiskernen uvm.
Da Farbmäuse niemals alleine gehalten werden kann man in der Gruppe gut beobachten was passiert,
wenn man nur einem Tier das Leckerli zusteckt und meint die Tiere würden es sich gemeinsam aufteilen.
(x) Das Tier welches das Leckerli ergattern konnte wird sich sofort vom Ort des abstaubends entfernen und sich in
eine ruhige Ecke des Käfigs verziehen (für Ratten gilt das hier geschriebene genauso).
Dort wird es dann zusammengekauert und mit gespitzten Ohren sitzen bleiben und schnell seine
Beute auffressen. Kommt eine zweite Maus dazu wird sich solange beiseite gedreht wie der "Angreifer"
versucht das Leckerli abzustauben!
Natürlich klappt das abwehren nicht immer, da die andere Maus natürlich auch gerne was davon hätte :)
Am besten natürlich alles :D
So wird sich seitlich angeschlichen und dann unten am Maul geschnüffelt bzw gleichzeitig
versucht das Teil mit den eigenen Zähnen zu greifen.
Gelingt das dann tatsächlich und man konnte sich geschickt mit dem Abschüttelversuchen arrangieren so
wird mit der Beute sofort abgehauen und es beginnt wie oben am Punkt (x) beschrieben alles von vorne.
Das geht dann solange bis es nix mehr abzustauen gibt!
Oft gefolgt oder begleitet ist das Ganze von etwas gequietschte und wilder Verfolgungsjagd im Käfig.
Je nachdem wie "lecker" oder begehrt das Leckerli nun ist :)
Ich empfehle jedem Tier seine eigene Portion bereitzustellen um Streitigkeiten zu verhindern.
1.2. Rangordnung
Eine Gruppe Farbmäuse hat eine geregelte Rangordnung.
Spätestens beim Kauf einer neuen Farbmaus oder der ersten Anschaffung von Farbmäusen wird
man dies unweigerlich feststellen müssen.
Die Tiere regeln untereinander wer einen höheren bzw niedrigeren Rang hat.
Dies wird durch diverse Verhaltensweisen ausgefochten.
1.2.1 Aggressive Klärung
Das ungewollteste ist der offene Kampf (meist von geschlechtsreifen unkastrierten Böcken).
Die Tiere attackieren sich dabei gegenseitig und fügen sich schwere Bisswunden zu!
Diese hauptsächlich im hinteren Bereich (Po, Rücken). Doch wenn der Widersacher einfach nicht
abhaut (z.B. eingesperrt im selben Käfig) wird solange weitergemacht bis der Kontrahent stirbt!
Das Männchen attackiert den vermeintlich schwächeren immer und immer wieder.
Beide stehen sich dabei auf den Hinterbeinen gegenüber.
Beobachtet man so einen Streit (warum auch immer) so sollte man auf garkeinen Fall mit der Hand in
den Käfig fassen, das aufgebrachte Männchen wird auf jedenfall auch die Hand beißen und attackieren.
Ich würde es als Blutrausch beschreiben. Es wird außerdem heftig mit dem Schwanz gezittert und das Fell
aufgestellt (vll. um größer zu erscheinen, wie bei Katzen und Hunden auch?).
Gequieke habe ich dabei nicht feststellen können, wenn beide richtig kämpfen
sieht man nur noch einen wild fliegenden Fellball, innegehalten wird nur wenn
einer nicht mehr kann, dann macht der andere aber trotzdem weiter!
Ein weiterer Grund niemals unkastrierte Männchen zu halten!
Ich habe das bei Futtertieren feststellen können die ja ach so lieb beieinander wohnten.
Ich habe die beiden bekommen weil sie sich gegenseitig die Ohren wegfraßen und der eine auch noch
eine offene Wunde unterhalb des Kinns bis zu den Vorderpfoten hatte!
Die Besitzerin meinte nur "ab und zu haben die mal gequiekt, aber Abends haben die so süß
zusammen im Haus geschlafen" (im einzigen Haus im winzigen Käfig).
1.2.2 Zwicken
Die zweite und weitaus besser Form der Klärung ist ähnlich der oberen jedoch weitaus weniger
intensiv! Das Tier welches sich stärker fühlt piesakt dabei den Unterlegenen und zwickt ihn in Po,
Geschlechtsteile (beim Männchen) und rennt danach wieder weg. Beim nächsten antreffen wird sofort wieder gezwickt.
Gefolgt meist vom wilden Geschrei der gepiesakten Maus.
Das Tier was gezwickt wird stellt sich dann auf die Hinterbeine, schließt die Augen soweit es möglich ist und stellt die
Tasthaare auf um vermeintliche Angriffe erkennen und abwehren zu können.
Ich habe nur wenige so extrem zickige Weiber die so auf eine Vergesellschaftung reagieren.
Es fließt dabei keinerlei Blut, auch wenn das vermeintlich ranghöhere Tier auch mal am anderen "festhängt" oder festhält.
Man muss dabei nicht einschreiten, sollte es aber im Auge behalten.
Das Verhalten ist am ersten Tag der Vergesellschaftung völlig normal, geht es über mehr als einen Tag,
würde ich es als unnormal beschreiben - es handelt sich dann um extrem zickige Tiere!
1.2.3 Aufreiten
Ja wer hat es nicht schon einmal gesehen :)
Es sieht aus wie eine Paarung und welch Schock - man hat doch nur Weibchen im Käfig?
Lebensecht wird auf die vermeintlich unterlegene Dame aufgeritten und kräftig festgehalten und paarungstypische
Bewegungen absolviert. Keine Sorge das ist genauso eine Unterwerfungsgeste wie die oben genannten Punkte ;)
Auch dieses Verhalten sollte sich innerhalb weniger Tage auflösen.
Ich habe es vor allem bei jüngeren Damen beobachtet.
2. Vermehrung
2.1 Vor der Geburt
Die kurz vor der Geburt stehende Farbmausdame baut im Normalfall ein wunderbares Kugelnest.
Alles an Papierschnipseln, Heu und Streu wird an den auserkorenen Platz geschleppt.
Im Inneren werden bevorzugt weiche Materialien genommen und damit das Nest ausgekleidet.
Von Außen sieht es dann aus wie ein großer Haufen, sieht man genauer hin so handelt es sich aber
um eine Kugel. In der Mitte der Raum für die Tiere.
In diesem Nest ist es um einiges wärmer als außerhalb des Nestes.
2.2 Geburt
Die werdende Mutter sucht sich eine ruhige Stelle im Käfig und setzt sich dann auf ihren Po.
Nicht auf die Hinterbeine sondern so, dass der Geburtskanal direkt ableckbar und greifbar ist!
Es wird dann ein Junges nach dem anderen einzeln geboren, von der Eihülle befreit, abgenabelt und trocken geleckt.
Die nachfolgenden Jungen folgen dann eins nach dem anderen und verbleiben erstmal unter der Mutter.
Die Mutter will dabei nicht gestört werden! Andere Farbmäuse die störend um sie herum krabbeln werden weggestoßen.
Andere Farbmäuse die selbst schon Nachwuchs hatten oder sehr engagiert sind helfen bei der Geburt!
Sie lecken die Jungen mit trocken und wärmen sie direkt.
Farbmäuse die zum ersten Mal Junge bekommen sollten auf garkeinen Fall von nervösen oder
sehr jungen Mäuse umgeben sein, da diese störend wirken.
Besser sind erfahrene Mäusemütter die bei der Geburt helfen.
Farbmäuse die nicht zum ersten Mal Junge bekommen schaffen die Geburt weitaus routinierter als Erstlingsmütter.
2.3 Köder legen
Greift man zur Kontrolle ins Nest der Mutter so kann es vorkommen, dass diese das wenig gut findet.
Um den "Feind" abzuwehren packt sie ein Junges und schleppt es vor das Nest. Dort wird es gut sichtbar und laut piepsend
abgelegt und hektisch wieder abgehauen.
Voila man hat erfolgreich die etwas nervöse Mutter gestört und weil sie Angst hat man plündert das komplette Nest
hat sie eine Opfergabe bereit gestellt.
Man sollte das Junge ins Nest zurücklegen und der Mutter dann absolute Ruhe gönnen damit es nicht zu weiteren
Komplikationen kommt!
Ich würde das als eher selten beschreiben, aber es kommt halt vor.
3. Körpersprache
Kneift eine Farbmaus die Augen vor einem zu heißt das nicht sie fühlt sich wohl und findet die Situation toll ;)
Da Farbmäuse mit den Augen nicht besonders gut sehen können (und z.b. garkein Rot sehen), können Sie schon einmal
darauf verzichten. Dafür werden dann die Tasthaare aufgestellt und man kann ideal Angreifer "sehen" die sich einem nähern.
Eine regungslos verharrende Farbmaus tut dies auch nicht zur Entspannung, sie ist gepannt bis in die kleinste Zehe.
Wenn man jetzt noch etwas Krawall macht oder irgendeinen Piep wird ganz schnell geflüchtet.
Tiere mit roten Augen schwenken dabei auch oft den Kopf ein wenig hin und her.
Die Ohren sind dabei komplett aufgestellt, Tasthaare genauso.
Sehr zahme Tiere können auch weniger fluchtsam reagieren und kommen dann angelaufen weil es vll.
ein Leckerli abzustauben gibt.
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Die Texte hier sind frei von mir verfasst und haben mit der Öffentlichkeitsarbeit des DMRM nichts zu tun.
Es ist alles meine eigene Meinung! Genau so sehe ich alles und genau so will ich es anderen Tierliebhabern vermitteln.
Wer einen Fehler findet kann ihn mir bitte melden damit ich ihn ausbessere.
Tipps oder Anregungen nehme ich auch gern entgegen und erweitere die Seite um diese!
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