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Der Weg zum Rassezüchter
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Wie werde ich Rassezüchter?
Ich freue mich über jeden Menschen der eine Rassezucht starten will! Gerne auch eine wohlüberlegte Futterzucht.
Die Anschaffung, Unterbringung und Versorgung kostet Geld. Umso mehr Tiere es sind, desto mehr Geld kostet
dieses Hobby. Der Verkauf einzelnen Liebhabertiere deckt die Kosten auf keinen Fall ab, deswegen ist es auch ein Hobby.
Man sollte also eine gewisse Summe pro Monat einberechnen wenn man Farbmäuse ordentlich züchten will.
Auch der Platz spielt eine Rolle. Man muss die Käfige, sowie Zubehör und Futter/Streu unterbringen können.
Am besten ist ein Raum geeignet, den man lüften kann und der Tageslicht hinein lässt.
Farbmausdamen riechen kaum, aber Zuchtmännchen verströmen keinen Rosenduft!
In einer Zucht hat man bei nur einer Zuchtfarbe im Normalfall schon über 50 Tiere,
die sich aus Zuchttieren, Nachwuchstieren und Rentnern zusammensetzen.
Jede Farbmaus wirft pro Wurf etwa 10-15 Junge, also sollte besser immer
etwas mehr Platz zur Verfügung stehen.
Die Zeit spielt auch noch eine Rolle, denn füttern, ausputzen und die Zuchtplanung verschlingt
einiges davon, ohne dass man die Tiere überhaupt schon beobachtet hat.
Die Geduld und die Liebe zum Tier sollte dann noch am größten sein, denn es sind immer noch Tiere und keine
Gegenstände. Es wird immer Höhen und Tiefen geben durch die man gehen muss.
Warum züchte im Farbmäuse im Verein?
- und wie sieht das dann bei mir im Detail aus?
Es gibt viele Gründe die für den Beitritt eines Vereins sprechen.
In der Gruppe macht die Auslebung eines Hobbys einfach viel mehr Spass als alleine.
Man kann seine Freude und sein Leid mit anderen Teilen.
Erfahrungen besprechen und Informationen einholen.
Dabei kann man anhand der Zuchtordnung auch schon gewisse Vorgaben
beachten damit man nicht gleich durch grobe Fehler den Spass am Hobby verliert.
Der Verein gibt einige Regeln vor, die die Haltung und Zucht betreffen, damit die Tiere ein
Grundmaß an Versorgung erfahren.
Ich persönlich nehme meine Tiere wenig heraus, lasse sie wenn dann nur auf meine Hände krabblen oder füttere
Leckerlis mit der Hand. Ich will kein Tier zu meiner Nähe zwingen.
Ich halte meine Tiere alle in Makrolonboxen und umgebauten Kunststoffkisten. Diese Käfige lassen sich einwandfrei säubern und
von außen einsehen, ohne dass ich jedesmal die Tiere einzeln herausfangen muss. Das wäre bei täglicher Kontrolle
viel zu viel Stress!
Aggressive Tiere wandern bei mir nicht nur aus der Zucht sondern auch aus dem Bestand.
Gebissen wurde ich von meinen Tieren noch nie! Gezwickt kam natürlich schon mal vor.
Da war ich aber auch selber schuld.. das war meist in Stressmomenten oder ich hatte mir zwischen
dem Händeln von Böcken nicht die Hände gewaschen.
Ich bin über die Futtertierzucht zum DMRM gekommen und verfüttere noch heute überzählige Tiere!
Das mag für den einen oder anderen nicht schön anzuhören sein, aber es sind nunmal Farbmäuse.
Farbmäuse dienen bei den meisten Menschen wohl "nur" als Futtertier, die Liebhaber sind eher seltener,
da Farbmäuse ja nicht zum kuscheln sind, oft krank werden und stinken (soweit zu den Vorurteilen).
Bei mir wandern alle Tiere zur Schlange, die krank sind (unheilbar), aggressiv sind oder nicht vermittelbar sind (Böcke).
Gute Zuchttiere behalte ich immer, für diese findet man immer Verwendung auch wenn es nicht
in der eigenen Zucht ist!
Meine Schlangen haben auch Hunger und so ist diese Sortierung einfach nötig!
Jedes Tier hat seine Daseinsberechtigung - wir essen ja auch nicht nur Gras.
Bei einer Tierzucht muss immer jemand Gott spielen, ich versuche es soweit wie möglich gerecht und sinnvoll zu gestalten.
Würde ich z.b. nur auf das Äußere der Farbmaus züchten, so hätte ich innerhalb von wenigen Jahren nur noch Tiere die
größer als meine jetzigen sind, super Farben haben und Ohren, dass man damit ins All telefonieren kann!
Da man aber als erstes auf Gesundheit und Charakter guckt, kommt man eben langsam voran, da das Äußere
eben zuletzt kommt. Auf einer Show wird dann nur das Äußere bewertet und das bischen Verhalten was die Maus da
nach außen kehrt. Es ist also sehr viel wichtiger, dass man seine Tiere kennt und weiß was man tut, als darauf zu achten,
dass man das "schönste" Tier von allen hat. Man hat sehr viel mehr Freude an einem Tier das lieb ist, als an einem Tier welches
toll aussieht. Oberflächlichkeit sollte bei einer Zucht nie der Fall sein.
-> Was ist ein Zuchttier im Gegensatz zu einem Liebhabertier
was ist ein Züchter im Gegensatz zum Vermehrer?
Ein Zuchttier wird sorgfältig ausgewählt, keineswegs jedes Tier wird zur Zucht eingesetzt.
Wäre dies der Fall so würde man die Zucht nicht Zucht nennen sondern wilde Vermehrung.
Tiere die offensichtliche Fehler in Farbe, Form oder Verhalten zeigen werden niemals
zur Zucht eingesetzt. Dazu gehören Tiere die z.B. weiße Schwanzspitzen besitzen, einen Knickschwanz haben
oder bissig sind (mal drei Beispiele angeführt). Natürlich sind dies nur besonders auffällige Merkmale die zum
Ausschluss als Zuchttier führen. Ein Züchter behält stets alle oder sehr viele Tiere eines Wurfes den er sorgfältig
angesetzt hat und beobachtet in den folgenden Wochen und Monaten den Verlauf der Entwicklung seiner Tiere.
Es kommen dann nur die Besten zum Einsatz!
Die einwandfreie Gesundheit und das Verhalten werden natürlich passend vorausgesetzt.
Liebhabertiere sind den Zuchttieren natürlich als Lebewesen völlig gleichgestellt.
Bei einer Zucht ist man aber darauf bedacht seine Zuchtziele zu verfolgen und nicht um
"süße" oder "niedliche" Tiere zu produzieren. Deshalb wird dort streng selektiert.
Man hat eine große Verantwortung und muss dieser auch nachkommen.
Weiträumiges Ziel ist ein gesundes und hübsches Haustier zu bekommen.
Aktuell muss noch viel Arbeit in die Farbmauszucht gesteckt werden damit
sich Liebhaber an einer jederzeit robusten und tumorfreien Farbmaus zu erfreuen.
Durch wilde Vermehrerei vererben sich nur weiterhin wild alle unerwünschten Erb-Krankheiten.
Es ist also die Aufgabe der Rassezüchter an diesem Ziel zu arbeiten.
Vom Wolf zum Hund hat es schließlich auch einige Jahre gedauert!
Ein Zuchttier und ein Liebhabertier haben, wenn man es im Geldbetrag ausdrücken will den selben Wert!
Ich persönlich würde für keinen Geldbetrag der Welt auch nur eines meiner aktiven Zuchttiere verkaufen.
Mein Hobby kostet nur Geld (dazu unter einem extra Punkt mehr). Ich verdiene an meinen Tieren überhaupt nichts.
Ich tue das nur weil ich Spass an den Tieren habe. Viele kommerzielle Züchter haben es schon versucht und sind
daran gescheitert ihre "Rassemäuse" für 15€ pro Tier auf Futterbörsen zu verkaufen.
Hoffentlich bleibt das auch in Zukunft so!
Als Züchter hat man Zugriff auf Zuchttiere von anderen Züchtern und muss somit nicht "jedes x-beliebige" Tier
vermehren nur weil man irgend ein Merkmal behalten muss. Anhand des weitreichenden Stammbaumes kann man
außerdem auch bestimmen, ob die Farbgene zum eigenen Ziel passen. Es ist nicht erwünscht bunte Würfe zu
produzieren! Bevor ein Wurf geboren wird, werden die passenden Partner herausgesucht, wo zu erwarten ist,
dass die Jungtiere in passender Farbe geboren werden. Es ist daher unabwendbar sich umfassend in der Genetik der
Farben auszukennen um keine sinnlosen Würfe zu produzieren!
Hier als Beispiel ein kleiner Vergleich von Züchter und Vermehrer:
Für alle die nicht im Thema involviert sind, denken wir einmal an einen Schäferhund.
Ein offiezieller Hundezüchter ist natürlich in einem Zuchtverein und unterliegt dort strengen Regeln und Vorschriften.
Er hat damit auch Zugriff auf weitere Zuchttiere mit Papieren!
Jetzt nehmen wir mal Frau X die meint Sie müsse alles bestehende über den Haufen werfen, (da der Verein ja blöd ist und
auch viel zu viel Geld kostet und außerdem zu anstrengend ist)
und kauft sich in
Polen einen Schäferhund ohne Papiere. Das Tier ist recht hübsch und könnte ja zur Zucht genommen werden.
Also sucht man nach einem passenden Gegenstück, bekommt es aber nicht! Also wird ein Dackel hergenommen
und damit vermehrt. Siehe da lauter süße Welpen erblicken das Licht der Welt und schon hat man Rassehunde produziert.
Man ist nun der Züchter eines Rassetieres und kann sich Züchter schimpfen, bastelt sich eine schöne Homepage
und erzählt man sei ja viel besser als der Verein (den man garnicht kennt und über den man höchstens ein paar Sätze irgendwo
von jemanden erzählt bekommen hat, der es von jemand anderem erzählt bekommen hat).
Klingt lustig? Leider ist das genau so bei den Farbmauszüchtern ;)
Es gibt leider Leute die überhaupt keine Ahnung oder Vorstellung haben was eine richtige Zucht heißt
und bedeutet - sich aber genauso nennen und damit negativ auffallen.
Niemand hat etwas gegen eine kleine nette Hobbyzucht mit wenigen Tieren.
Man sollte aber niemals etwas vorgeben zu sein das man nicht ist.
Solche Scheinzuchten werden sich aber früher oder später in Luft auflösen,
da diese Leute bald merken, das ihr Vorhaben nicht von Erfolg gekrönt ist.
Eine Zucht ist nicht mit wenigen Tieren möglich, da der Genpool nicht ausreicht.
Nach wenigen Würfen sind alle Tiere so weit miteinander verwandt, das eine weitere Zucht ohne
Inzucht nicht möglich ist!
Eine Zucht ist nicht mit wenig Platz möglich, da die Käfige einigen Platz in Anspruch nehmen.
Eine Zucht ist nicht ohne Stammbäume möglich.
Eine Zucht ist nicht ohne Quarantäne und ordentliche Hygiene möglich.
Eine Zucht kostet ordentlich Geld und bringt kaum etwas ein.
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Die Farbmaus dient vor allem der Forschung, ich vermute stark, dass es niemanden gibt der mehr Farbmäuse züchtet.
Hier z.B. eine kleine Übersicht von Farbmaus Stämmen: Jax Gallery
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Wenn Ihr Tipps zur Haltung von Farbmäusen benötigt klickt bitte auf Links.
Auch verschiedene Foren und weitere Züchterseiten sind dort hinterlegt.
Die Texte hier sind frei von mir verfasst und haben mit der Öffentlichkeitsarbeit des DMRM nichts zu tun.
Es ist alles meine eigene Meinung! Genau so sehe ich alles und genau so will ich es anderen Tierliebhabern vermitteln.
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